11.5.2018

Erstes Quartal 2018: Guter Start ins neue KfW-Förderjahr

Bund

Die KfW Bankengruppe hat in den ersten drei Monaten 2018 ein Fördervolumen von insgesamt 18,9 Mrd. EUR (Vorjahreszeitraum 18,2 Mrd. EUR) verzeichnet. Die inländische Förderung erzielt zum ersten Quartal ein Zusagevolumen von 14,9 Mrd. EUR und liegt damit auf dem hohen Niveau des Vorjahres (14,6 Mrd. EUR). Insbesondere die starke Nachfrage nach Mittelstandsfinanzierungen hat dazu beigetragen. Die Neuzusagen für das internationale Geschäft sind auf 3,8 Mrd. EUR (3,3 Mrd. EUR) gestiegen. Hervorzuheben ist das Geschäftsfeld der KfW IPEX-Bank mit 3,3 Mrd. EUR (2,1 Mrd. EUR), bei dem zwei großvolumige Einzelabschlüsse zu diesem Zusageanstieg führten. Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank schließt das erste Quartal mit 0,4 Mrd. EUR unter dem Vorjahresniveau ab, welches von Sondereffekten geprägt war. Die DEG sagt zum ersten Quartal Finanzierungen in Höhe von 0,1 Mrd. EUR zu. Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank und die DEG rechnen für das Gesamtjahr 2018 wieder mit ähnlich hohen Finanzierungsvolumen wie im Vorjahr.

Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

Die KfW hat zum Ende des ersten Quartals ihre Inlandsförderung neu aufgestellt und diese in zwei neue Geschäftsfelder "Mittelstandsbank & Private Kunden" und "Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden" strukturiert. Dies erfolgte, um die KfW-Förderung konsequenter an den Bedürfnissen der Kunden auszurichten.

Das Geschäftsfeld "Mittelstandsbank & Private Kunden" erzielte zum ersten Quartal ein Fördervolumen von 12,7 Mrd. EUR (12,2 Mrd. EUR).

Das Segment Mittelstandsbank lag im ersten Quartal 2018 mit 6,3 Mrd. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau (5,6 Mrd. EUR). Maßgeblich war die Entwicklung in den Förderschwerpunkten Energiewende und Innovation.

Der Schwerpunkt Innovation verzeichnete mit einem Fördervolumen von 2,4 Mrd. EUR einen deutlich höheren Wert als im Vorjahresquartal (96 Mio. EUR), dies ist vornehmlich auf den ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit zurückzuführen. Die Nachfrage nach dem in 2017 sehr erfolgreich gestarteten Programm ist in den ersten Monaten 2018 noch einmal deutlich angestiegen. Um dieses wichtige Finanzierungsangebot auch weiterhin zur Verfügung stellen zu können, werden derzeit strukturelle Programmanpassungen erarbeitet.

In den Förderschwerpunkten Gründung & Unternehmensinvestitionen lag das Fördervolumen insgesamt bei 1,9 Mrd. EUR (2,7 Mrd. EUR). Der Grund hierfür ist die rückläufige Entwicklung im KfW-Unternehmerkredit (0,6 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum: 1,6 Mrd. EUR). Besonders erfreulich entwickelte sich die Gründungsfinanzierung (1,1 Mrd. EUR), die den bereits sehr starken Vorjahreswert übertrifft (1,0 Mrd. EUR).

Im Schwerpunkt Energieeffizienz & Erneuerbare Energien erfuhren in den vergangenen Monaten insbesondere die gewerblichen KfW-Energieeffizienzprogramme eine hohe Nachfrage. Vor allem der Programmteil Energieeffizient Bauen und Sanieren liegt mit einem Fördervolumen von 1,0 Mrd. EUR über dem Vorjahresquartal (0,9 Mrd. EUR). Die Zusagen im KfW-Programm Erneuerbare Energien unterschritten hingegen mit 0,6 Mrd. EUR den Rekordwert des Vorjahres (1,4 Mrd. EUR).

Das Segment Private Kunden erzielte zum Quartalsende ein Fördervolumen von 6,3 Mrd. EUR (6,6 Mrd. EUR). Die guten Rahmenbedingungen durch die anhaltend robuste Baukonjunktur und das günstige Zinsumfeld sorgen weiterhin für ein hohes Interesse an Immobilienfinanzierungen.

Auch in diesem Segment leistete der Förderschwerpunkt Energieeffizienz & Erneuerbare Energien einen bedeutenden Beitrag mit 4,7 Mrd. EUR. Hierbei ist das Programm Energieeffizient Bauen und Sanieren besonders hervorzuheben.

Der Förderschwerpunkt Wohnen & Leben verbuchte ein Fördervolumen von 1,2 Mrd. EUR und erreichte damit annähernd das Vorjahresniveau (1,4 Mrd. EUR).

Eine ebenso konstante Entwicklung verzeichnete der Schwerpunkt Bildung mit einem Ergebnis von 0,5 Mrd. EUR zum Quartalsende (0,5 Mrd. EUR).

Das Geschäftsfeld Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden ist mit einem Zusagevolumen von 2,2 Mrd. EUR in das Geschäftsjahr gestartet. Damit lag das Neugeschäft um 0,2 Mrd. EUR unter dem vergleichbaren Vorjahreswert.

Das Fördervolumen der kommunalen und sozialen Infrastrukturfinanzierung war mit 0,7 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1,1 Mrd. EUR) leicht rückläufig. Darin zeigt sich u.a. die inzwischen verbesserte Finanzsituation der Kommunen. Im Einzelnen leistete die Basisförderung mit 0,5 Mrd. EUR den wesentlichen Beitrag zum Gesamtfördervolumen. Darüber hinaus hatte die Förderung für Energieeffizientes Bauen und Sanieren im kommunalen Bereich mit 0,2 Mrd. EUR einen bedeutenden Anteil.

Die Individualfinanzierung Banken lag mit einem Vertragsvolumen von 1,5 Mrd. EUR oberhalb des Vorjahreswertes (1,3 Mrd. EUR). Getrieben wurde diese Entwicklung insbesondere von der lebhaften Nachfrage nach den Globaldarlehen für Leasinginvestitionen und den Refinanzierungen bundesgedeckter Exportkredite.

In der Individualfinanzierung Unternehmen lagen im ersten Quartal die Zusagen mit 21 Mio. EUR jahreszeittypisch auf einem geringen Niveau. Innerhalb der ERP-Venture Capital-Fondsinvestments wurden 17 Mio. EUR neu zugesagt. Zukünftig wird die Beteiligungsfinanzierung, die unter anderem auch die ERP-Venture Capital-Fondsinvestments verantwortet, in ein Tochterunternehmen ausgegliedert.

Die KfW IPEX-Bank, innerhalb der Bankengruppe für das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung verantwortlich, hat im ersten Quartal 2018 ein Neuzusagevolumen von insgesamt 3,3 Mrd. EUR erzielt (2,1 Mrd. EUR). Schwerpunkte der Neuzusagen lagen in den Geschäftssparten Maritime Industrie (0,9 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum 0,2 Mrd. EUR), Grundstoffindustrie (0,4 Mrd. EUR, Vorjahreszeitraum 0,03 Mrd. EUR) sowie Finanzinstitutionen und Trade Finance (0,4 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum 0,4 Mrd. EUR).

Das Zusagevolumen im Geschäftsfeld Förderung der Entwicklungs- und Schwellenländer liegt bei 0,5 Mrd. EUR (1,2 Mrd. EUR). Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat im ersten Quartal 2018 für Vorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern 0,4 Mrd. EUR zugesagt und liegt damit unter dem Wert des Vorjahres (1,1 Mrd. EUR). Damals hatten zwei Großprojekte in Indien zum ungewöhnlich hohen Zusagevolumen zum Jahresbeginn beigetragen. Über 80% der Zusagen gingen an Länder in Afrika und dem Nahen Osten. Für das Gesamtjahr 2018 rechnet der Geschäftsbereich mit ähnlich hohen Finanzierungsvolumina wie im Vorjahr. Die DEG erwartet für 2018, dass sie in einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld als Entwicklungsfinanzierer und Berater für private Unternehmen gefragt sein wird. Für die Finanzierung unternehmerischer Investitionen in Schwellen- und Entwicklungsländern sagte sie im ersten Quartal 54 Mio. EUR neu zu (155 Mio. EUR). Vorliegende Finanzierungsanfragen lassen für das zweite Quartal eine dynamischere Entwicklung erwarten.

Weitere Informationen: Eine tabellarische Übersicht der Geschäfts- und Förderzahlen finden Sie auf den Internetseiten der KfW.

Quelle: Pressemitteilung der KfW Bankengruppe vom 9. Mai 2018


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