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17.3.2017

Bayern: Neuer Rekord beim Vertragsnaturschutz

Bayern

Das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm honoriert freiwillige Naturschutzleistungen und ist ein wesentliches Element der bayerischen Naturschutzpolitik. Das betonte heute die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf zum Abschluss der Antragstellung für das Vertragsnaturschutzprogramm 2017.

Das Volumen, das an die Landwirte für den freiwilligen Naturschutz für das Jahr 2017 ausbezahlt wird, beträgt über 41 Millionen Euro. Zusätzlich werden rund 4 Millionen Euro für Naturschutzmaßnahmen im Wald ausbezahlt. Im aktuellen Doppelhaushalt hatte die Staatsregierung eine Aufstockung des Vertragsnaturschutzprogramms um 10 Millionen Euro auf nunmehr rund 45 Millionen Euro pro Jahr inklusive Mitteln der EU beschlossen.

Das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) honoriert freiwillige Naturschutzleistungen von Landwirten bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen, beispielsweise die spätere Mahd von Wiesen zum Schutz bodenbrütender Vogelarten oder die Schafbeweidung zum Erhalt der blütenbunten Magerrasen. Bayernweit umfassen die Flächen im Vertragsnaturschutzprogramm derzeit etwa 80.000 Hektar. Im aktuellen Antragsjahr wurden weitere Flächen ins Programm aufgenommen, darunter beispielsweise naturschutzfachlich herausragende Gebiete wie die sogenannte "Panzerwiese", die Teil der Heiden im Münchener Norden ist.

Rund 18.000 Betriebe nehmen an dem Programm teil. Es trägt damit auch zur Existenzsicherung insbesondere von bäuerlichen Familienbetrieben bei. Seit der Neuauflage des Vertragsnaturschutzprogramms im Jahre 2015 hat das Interesse der Landwirte am VNP jedes Förderjahr nochmals zugenommen. Zusammen mit den Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien werden mit dem Vertragsnaturschutz auch wichtige Akzente für die Umsetzung des Europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 sowie des Biodiversitätsprogramms Bayern 2030 gesetzt.

Förderanträge im Bereich VNP Wald können noch bis zum 31. März gestellt werden.

Weitere Informationen zum Vertragsnaturschutz finden Sie hier.  

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz vom 10. März 2017