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18.5.2017

Digitalisierung in der Fachkräfteausbildung

Bund

Mit einem Sonderprogramm unterstützt das Bundesbildungsministerium die Anschaffung digitaler Ausstattung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten. Den jungen Menschen wird damit eine zukunftsfähige Qualifizierung ermöglicht.

Fachkräfte von morgen müssen in der Lage sein, fortschrittliche Technologien einzusetzen und zu bedienen. Mit der zunehmenden Digitalisierung ergeben sich somit auch neue Anforderungen an die berufliche Ausbildung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat daher verschiedene Aktivitäten für eine zukunftsfeste Ausbildung gestartet und unter dem Dach "Berufsbildung 4.0" zusammengefasst. Eine der Kerninitiativen bildet das Sonderprogramm zur Förderung von Digitalisierung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten und Kompetenzzentren, mit dem die Digitalisierung in der überbetrieblichen Ausbildung aktiv vorangetrieben werden soll. Gefördert werden die Anschaffung digitaler Ausstattung sowie ausgewählte Pilotprojekte zur Anpassung von Lehr- und Lernprozessen.

Die überbetrieblichen Berufsbildungsstätten sind Teil der dualen Ausbildung und Partner von Betrieben. Sie ergänzen die betriebliche Ausbildung in vielen Berufen. In den Berufsbildungsstätten werden Ausbildungsinhalte vermittelt, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen nicht anbieten können.

I. Digitale Ausstattung

Was wird gefördert?

Gefördert wird ausgewählte digitale Ausstattung für die überbetriebliche Ausbildung. Es kann sich dabei beispielsweise um 3D-Drucker, digital vernetzte Elektrofahrzeuge, Industrieroboter oder aber auch Tablets und Smartboards handeln. Die Eigenbeteiligung des Antragstellers liegt bei 10 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Eine Länderbeteiligung ist nicht erforderlich.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden die Träger überbetrieblicher Berufsbildungsstätten und Kompetenzzentren. Das sind in der Regel Handwerkskammern und ihre Organisationen sowie Industrie- oder auch Landwirtschaftskammern. Ebenfalls antragsberechtigt sind juristische Personen des öffentlichen Rechts oder gemeinnützige juristische Personen des Privatrechts, die einen entsprechenden Bildungsauftrag übernommen haben.

Wo können Anträge gestellt werden?

Anträge auf Förderungen für digitale Ausstattung können beim Bundesinstitut für Berufsbildung bis zum 30. September 2019 gestellt werden:

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Arbeitsbereich 3.4
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn

II. Innovative Ausbildungskonzepte

Zudem unterstützt das BMBF acht Pilotprojekte in Kompetenzzentren und ihre Vernetzung. Die Projektteams untersuchen die Auswirkungen der Digitalisierung auf die überbetriebliche Ausbildung in verschiedenen Berufen. Sie erarbeiten innovative berufspädagogische Konzepte und tragen diese als Multiplikatoren in die Breite.

Quelle: Meldung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vom 17. Mai 2017