Direktlink:
Inhalt; Accesskey: 2 | Hauptnavigation; Accesskey: 3 | Servicenavigation; Accesskey: 4

Gründung und Wachstum

Wachstumsfinanzierung

Förderprogramme von Bund und Ländern unterstützen mittelständische Unternehmen bei der Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln. Ziel der Förderung ist es, dass wirtschaftlich sinnvolle und Erfolg versprechende Vorhaben nicht an der Finanzierung scheitern. Mitfinanziert werden u.a.

  • Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge und Einrichtungen,
  • Grundstücke und Gebäude,
  • Betriebs- und Geschäftsausstattungen,
  • immaterielle Investitionen,
  • Beratungsleistungen und Maßnahmen zur Markterschließung,
  • Betriebsmittel (in ausgewählten Förderprogrammen).

Je nach Investitionsort, Art des Vorhabens und Finanzbedarf bestehen spezifische Förderangebote:

  • Investitionszuschüsse: In den regionalen Fördergebieten der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) können Investitionsvorhaben durch Zuschüsse gefördert werden. Ziel ist es, im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe über die Stärkung der regionalen Investitionstätigkeit dauerhaft wettbewerbsfähige Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. Die GRW-Förderung erfolgt flächendeckend in den neuen Ländern und Berlin sowie in ausgewählten strukturschwachen Regionen in den alten Ländern. Voraussetzung für die Förderung ist insbesondere die Schaffung und Sicherung zusätzlicher dauerhafter Arbeitsplätze.
  • Das ERP-Regionalförderprogramm dient kleinen und mittleren Unternehmen, die grundsätzlich seit mindestens fünf Jahren am Markt aktiv sind, zur mittel- und langfristigen Finanzierung von Investitionen in den deutschen Regionalfördergebieten durch zinsgünstige Darlehen. Eine Kombination mit weiteren Förderprogrammen ist möglich.
  • Mit dem ERP-Kapital für Gründung und dem ERP-Innovationsprogramm werden aus dem ERP-Sondervermögen eigenkapitalähnliche Mittel für Investitions- und Innovationsvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen zur Verfügung gestellt.
  • Der KfW-Unternehmerkredit bildet das Basisprogramm der KfW zur Investitionsfinanzierung. Gefördert werden Investitionen sowie Betriebsmittel von mittelständischen Unternehmen, die seit mindestens fünf Jahren am Markt aktiv sind. Für kleine und mittlere Unternehmen gemäß KMU-Definition der EU besteht in diesem wie auch in anderen KfW-Programmen ein spezielles KMU-Fenster mit besonders günstigen Zinskonditionen.
  • Beteiligungsfinanzierung: Das ERP-Beteiligungsprogramm dient in erster Linie der Versorgung des "kleineren" Mittelstandes mit Beteiligungen bis grundsätzlich 1,25 Mio. Euro.

Die Förderbanken der Länder unterstützen Investitionsvorhaben von mittelständischen Unternehmen durch eigene Darlehensprogramme, die in erheblichem Umfang durch die KfW refinanziert werden. Die enge Zusammenarbeit ermöglicht es den Landesförderinstituten in vielen Fällen, die Konditionen des Unternehmerkredits im Rahmen von Landesprogrammen weiter zu verbilligen.

Die Bürgschaftsbanken in den Ländern stellen als Selbsthilfeeinrichtungen der Wirtschaft Ausfallbürgschaften bis zu einer Höhe von 1,25 Mio. Euro zur Verfügung. Abgesichert werden bis zu 80 Prozent des zu besichernden Kreditbedarfs. Bei größeren Vorhaben können Landes- bzw. parallele Bundes-/Landesbürgschaften weiterhelfen.

Die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften (MBG) in den Ländern bieten Existenzgründern und bestehenden Unternehmen Beteiligungskapital für Gründungs-, Wachstums- und Innovationsvorhaben an.