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Grundlagen

Notizbuch und Taschenrechner
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Haftungsfreistellung

Öffentliche Förderdarlehen müssen Sie bei Ihrer Hausbank (Bank oder Sparkasse) beantragen. Diese prüft den Antrag und leitet ihn an die zuständige Förderbank (z.B. KfW) weiter. Wird der Kredit bewilligt, erhält die Hausbank die zugesagte Fördersumme von der Förderbank, um sie dann an Sie als Kreditnehmer weiterzuleiten. Klar ist: Die Kreditsumme müssen Sie auf jeden Fall an Ihre Hausbank zurückzahlen. Dafür haften Sie ihr gegenüber. Die Hausbank wiederum haftet der Förderbank gegenüber für die Rückzahlung des Darlehensbetrags. 

Die Hausbank wird daher von Ihnen als Kreditantragsteller Sicherheiten verlangen, um nicht auf den Schulden "sitzen zu bleiben". Bei diesen Sicherheiten handelt es sich beispielsweise um Fahrzeuge, Maschinen, Anlagen, Immobilien oder auch Wertpapiere, die die Bank verwerten kann, falls Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Die Frage der Sicherheiten stellt Gründer und Unternehmer allerdings nicht selten vor Probleme: sie reichen nicht aus.

Haftung der Hausbank reduziert

Um Gründern und Unternehmern trotz unzureichender Sicherheiten die Möglichkeit zu bieten, notwendige Investitionen zu finanzieren, wurden einige der öffentlichen Förderdarlehen mit einer so genannten Haftungsfreistellung ausgestattet. 

Haftungsfreistellung bedeutet: Sollte ein Teilbetrag des Darlehens nach der Sicherheitenverwertung nicht zurückgezahlt werden können, teilen sich Hausbank und Förderbank den "Ausfallbetrag" im Verhältnis der vereinbarten Haftungsfreistellung. Die Haftungsfreistellung entbindet den Darlehensnehmer jedoch nicht von seiner Zahlungsverpflichtung. Sie ersetzt auch nicht die Sicherheiten. 

Für Sie als Kreditantragsteller ist aber wichtig zu wissen, dass sich durch die Haftungsfreistellung das Ausfallrisiko für die Hausbank reduziert, so dass diese bei nicht ausreichenden Sicherheiten eher bereit sein sollte, ein entsprechendes Risiko für die Kreditgewährung zu übernehmen.