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Finanzplanung

Rechner und Chart
© istock.com

Rentabilitätsplan

Jede Investition muss sich lohnen. Sie soll dazu beitragen, Ihre betrieblichen Kosten zu decken und die investierte Summe wieder "herauszubekommen". Vor allem aber soll Sie Ihnen dazu verhelfen, Gewinne zu erwirtschaften und Rücklagen zu bilden. Der Rentabilitätsplan zeigt Ihnen, welche Auswirkungen die geplanten Investitionen auf Ihren Umsatz, die Kosten und Ihren Gewinn haben. Er ist daher ein wichtiges Instrument, um

  • Ihre Geldgeber von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit Ihres Vorhabens zu überzeugen,
  • Ziele zu setzen und festzulegen, was Sie erreichen wollen,
  • Abweichungen von Plan- und Sollzahlen festzustellen.

Bei der Rentabilitätsplanung ermitteln Sie die zu erwartenden Umsätze, die Kosten sowie den zu erwartenden Gewinn. Der Rentabilitätsplan sollte drei Geschäftsjahre umfassen.

Gründer müssen bei der Vorbereitung der Rentabilitätsplanung mit nachvollziehbaren Zahlenschätzungen arbeiten, die die tendenzielle Entwicklung des zukünftigen Unternehmens zeigen. Unternehmer sollten in Ihre Rentabilitätsplanung neben den Planzahlen auch die aktuellen Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. der betriebswirtschaftlichen Auswertungen einbeziehen.

Die folgenden Fragen sollten Sie berücksichtigen:

  • Wie viel Geld muss ich in mein Vorhaben investieren? Dazu erstellen Sie einen Investitions- bzw. Kapitalbedarfsplan. Denken Sie auch daran, finanzielle Rücklagen für Durststrecken einzuplanen. Nicht jede Investition zahlt sich sofort in barer Münze aus. Je nach Angebot müssen Sie Aufträge vorfinanzieren, je nach Zahlungsmoral müssen Sie einige Zeit auf Ihr Geld warten. Kalkulieren Sie auch Forderungsausfälle mit ein.
  • Wie viel Geld muss ich mindestens verdienen, um meine laufenden Ausgaben (Miete, Lebensmittel, Versicherungen usw.) und evtl. die meiner Familie zu finanzieren? Diese Ausgaben halten Sie in einem Kapitalbedarfsplan für private Lebenshaltungskosten fest. Stellen Sie fest, ob sich seit Ihrer Unternehmensgründung eventuell die persönlichen Ausgaben erhöht oder reduziert haben. Tragen Sie hier auch ein, wie viel Geld Sie kurz-, mittel- und langfristig verdienen möchten.
  • Wird mein Unternehmen zukünftig genug Geld erwirtschaften, so dass sowohl meine privaten als auch meine betrieblichen Kosten gedeckt sind? Anhand einer Umsatzplanung stellen Sie fest, wie viele Produkte Sie in einem bestimmten Zeitraum verkaufen können bzw. für wie viele Stunden man Sie als Dienstleister beauftragen wird. Und welchen Preis bzw. welches Honorar werden Sie pro Ware bzw. pro Stunde erzielen?
  • Wie viel muss ich kurz-, mittel- und langfristig verdienen, um mir eine finanzielle Reserve zu schaffen bzw. auszubauen? Dazu erstellen Sie einen Liquiditätsplan, den Sie monatlich aktualisieren.