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Finanzierungsanlässe

Aufsteigender Pfeil
© istock.com

Unternehmenswachstum

Ihr Unternehmen ist erfolgreich am Markt. Die Auftragszahl steigt. Der Umfang der Aufträge wird größer. Eine erfreuliche Entwicklung, die aber dennoch nicht selten Investitionen in größere Produktionskapazitäten, in Personal oder auch in Gebäude erfordert.

In der Regel sind Unternehmerinnen und Unternehmer auf zusätzliche Kapitalquellen angewiesen, um die notwendigen Investitionen zu finanzieren.

Sie sollten mit Hilfe der Daten Ihres Rechnungswesens in der Lage sein, Ihre finanziellen Ziele festzulegen. Die wichtigste Finanzquelle sollte dabei immer das Unternehmen selbst sein, indem Sie über den Umsatz des Unternehmens Überschüsse erzielen, die Sie in Ihr Unternehmen investieren. Diese Innenfinanzierung reicht bei umfangreicheren Investitionsvorhaben in der Regel nicht aus. Daher sollten Sie die verschiedenen Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung kennen, die Beziehungen zu Ihren Kapitalgebern pflegen und vorsorglich überlegen, welche Maßnahmen Sie bei Liquiditätsunterdeckung ergreifen müssen.

Kalkulieren Sie den Kapitalbedarf für Ihre Investitionen so genau wie möglich und erstellen Sie einen Finanzplan. Versuchen Sie möglichst alle notwendigen Investitionen zu berücksichtigen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums anfallen. Denken Sie immer daran: Die Liquidität Ihres Unternehmens hat in jedem Fall Vorrang. Die Finanzierung Ihrer Investitionen muss entsprechend ausgerichtet sein.

Ziel: Rentabilität

Die meisten Unternehmen werden über Fremd- und Eigenkapital finanziert. Für das Fremdkapital müssen Sie an den Kreditgeber Zinsen zahlen. Aber auch das von Ihnen investierte Eigenkapital muss Zinsen "abwerfen", und zwar in Form des Gewinns bzw. des Jahresüberschusses. Nur dann arbeitet Ihr Unternehmen rentabel. Entspricht der Gewinn Ihren Erwartungen, ist das Rentabilitätsziel erreicht.

Fest steht: Wenn Sie Eigenkapital in Ihr Unternehmen investieren, muss sich dieser Kapitaleinsatz für Sie auch lohnen. Vergleichen Sie, wie viel Zinsen Sie bekommen würden, wenn Sie Ihr Geld anlegen würden. Sollte der Zinsertrag höher sein als Ihr Unternehmergewinn, müssen Sie schnellstens den "Kurs" ändern.

Das finanzielle Gleichgewicht eines Unternehmens wird durch die sorgfältige Abstimmung von vier Faktoren hergestellt:

  • Höhe des Kapitalbedarfs,
  • Quelle der Kapitalbeschaffung,
  • erforderliche Kapitalnutzungsdauer,
  • Tilgungsvereinbarung (Kapitalüberlassungsdauer).

Langfristige Kapitalbindungen (Anlagevermögen) sollten über langfristige Finanzierungen (Eigen- und langfristiges Fremdkapital) finanziert werden. Auch der sogenannte Bodensatz an Umlaufvermögen (Vorräte und ausstehende Forderungen) sollte langfristig finanziert sein. Als Faustformel gilt: Mindestens ein Monatsumsatz ist immer in Forderungen gebunden. Achtung: Mit steigendem Umsatz nimmt auch der Kapitalbedarf für dessen Vorfinanzierung zu.