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28.11.2019

100 Millionen Euro Förderung für Stadtentwicklung

Sachsen-Anhalt

Für die städtebauliche Entwicklung in Sachsen-Anhalts Kommunen werden in diesem Jahr insgesamt rund 100 Millionen Euro Fördermittel bewilligt. Bund und Land unterstützen die Kommunen mit jeweils 50 Millionen Euro dabei, dem demografischen Wandel Rechnung zu tragen. Mit dem Geld können zum Beispiel Ortskerne attraktiver gestaltet, brachliegende Flächen aktiviert sowie Grün- und Freiflächen geschaffen werden, so Sachsen-Anhalts Bauminister Thomas Webel. Auch die Belange des Umwelt- und Klimaschutzes sowie der soziale Zusammenhalt spielten beim Einsatz der Fördermittel eine wichtige Rolle.

Für 2019 und 2020 stehen mit der Städtebauförderung bundesweit jeweils 790 Millionen Euro zur Verfügung. Im nächsten Jahr sollen die Programme nach Aussage von Bundesbauminister Horst Seehofer noch stärker auf Mittelstädte und kleinere Gemeinden ausgerichtet werden. Klimaschutz, Klimaanpassung und grüne Infrastruktur sollen als Voraussetzungen für die Förderung festgeschrieben werden.

Durch die Kombination der verschiedenen Programme ist es Webel zufolge in den vergangenen Jahren bereits gelungen, die Zentren vieler Städte im Land umfassend zu sanieren und mit neuem Leben zu erfüllen. Darüber hinaus strahle die Städtebauförderung positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung und den Arbeitsmarkt aus, fügte er hinzu.

Die jeweils zur Hälfte von Bund und Land bereitgestellten Mittel fließen in Sachsen-Anhalt in die folgenden Programme und Beispielprojekte:

Stadtumbau (rd. 42,73 Mio. Euro)

  • Burg: energetische Sanierung der Schwimmhalle in der Kirchhofstraße
  • Gardelegen: Sanierung der Kita in der Opfer-des-Faschismus-Straße
  • Halle: Ausbau des Stadtteilzentrums am Niedersachsenplatz
  • Hettstedt: brandschutztechnische Sanierung der Grundschule "Am Markt"
  • Magdeburg: Sanierung des Kutscherhauses in der Porsestraße
  • Naumburg: Gebäudesicherung des ehemaligen Schlachthofes, Umnutzung zum Theaterstandort

Städtebaulicher Denkmalschutz, Sicherung und Erhaltung historischer Stadtkerne (rd. 23,53 Mio. Euro)

  • Coswig: Simonettihaus, Maßnahmen der Barrierefreiheit
  • Gardelegen: Sanierung Stadtmuseum "Alte Löwenapotheke"
  • Blankenburg: Sanierung Stützmauer barocke Gartenanlage

Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt (rd. 9,73 Mio. Euro)

  • Halle: Sanierung Fassade Peißnitzhaus
  • Magdeburg: Sanierung Sportanlage SG Handwerk
  • Stendal: Wohnumfeldgestaltung Stadtsee
  • Wernigerode: Instandsetzung Jugendhaus "Center"

Aktive Stadt- und Ortsteilzentren (rd. 8,58 Mio. Euro)

  • Oschersleben: Umfeldgestaltung Bahnhofsareal, Neubau Jugendzentrum
  • Naumburg: Beseitigung der baulichen Anlagen der ehemaligen JVA, Sanierung Spielplatz Grundschule
  • Magdeburg: Fortführung der Sanierung des Kulturzentrums "Feuerwache", barrierefreier Ausbau von Haltestellen entlang der Halberstädter Straße

Kleinere Städte und Gemeinden - Netzwerke und überregionale Zusammenarbeit (rd. 4,69 Mio. Euro)

  • Bad Dürrenberg: Erschließungsmaßnahmen Haupt- und Kurhausstraße, Sanierung der historischen Lesehalle
  • Harzgerode: Entwicklungsuntersuchung der Grube Glasebach, Modernisierung Gemeindezentrum, Wege- und Platzgestaltung Lindenhof
  • Güsten: Sanierung der Neundorfer Straße und des Ratsteichs

Zukunft Stadtgrün (rd. 3,72 Mio. Euro)

  • Dessau-Roßlau: Gestaltung Georgengarten
  • Magdeburg: Umgestaltung Naherholungszentrum Strandbad Barleber See I

Investitionspakt Soziale Integration im Quartier (rd. 6,68 Mio. Euro)

  • Halle: Inklusives Sport- und Freizeitzentrum
  • Naumburg, Ortsteil Bad Kösen: Sanierung der Bergschule einschl. Außenanlagen
  • Wittenberg: Ersatzneubau der Kita "Flax und Krümel"

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt vom 26. November 2019