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30.11.2018

LOEWE startet eine neue Auswahlrunde

Hessen

Das hessische Forschungsförderprogramm LOEWE geht in eine 13. Auswahlrunde. Das hat Landeswissenschaftsminister Boris Rhein am 29. November bekanntgegeben. Ab sofort können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit ihren Forschungsvorhaben in der themenoffenen Förderlinie 2 LOEWE-Schwerpunkte bewerben. Die Antragsskizzen müssen bis zum 15. April 2019 eingereicht werden; die Ausschreibung ist auf https://loewe.hessen.de zu finden. Start der im wettbewerblichen Verfahren ausgewählten Projekte ist am 1. Januar 2021.

Zudem wird die Hessische Landesregierung vier bestehende LOEWE-Forschungsprojekte - ein LOEWE-Zentrum und drei LOEWE-Schwerpunkte - im Jahr 2019 weiterhin mit insgesamt rund 7,5 Millionen Euro unterstützen. Das hat die LOEWE-Verwaltungskommission am 29. November auf Basis externer Gutachten und der Förderempfehlungen des LOEWE-Programmbeirats entschieden.

SAFE soll Leibniz-Institut werden

Für das Frankfurter LOEWE-Zentrum "SAFE -Sustainable Architecture for Finance in Europe" (5. Förderstaffel), das sich den Herausforderungen moderne globaler Finanzmärkte widmet, stellt die Landesregierung eine Auslauffinanzierung in Höhe von rund 5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Zentrum hat zudem eine besonders vielversprechende Perspektive: Es soll zum Leibniz-Institut werden. Das Land Hessen hat dafür im Jahr 2017 einen Aufnahmeantrag bei der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz gestellt. Derzeit läuft das Evaluierungsverfahren. Die LOEWE-Verwaltungskommission und der LOEWE-Programmbeirat konnten sich in ihren Herbstsitzungen 2018 bereits von den Erfolgsaussichten dieses Vorhabens überzeugen.

TU Darmstadt forscht zu Schaltkreisen

Zudem konnten drei LOEWE-Schwerpunkte der 8. Förderstaffel in den vergangenen Jahren exzellente Ergebnisse präsentieren und damit die LOEWE-Gremien überzeugen, die finanzielle Förderung um ein weiteres Jahr zu verlängern.

Der lebenswissenschaftliche Schwerpunkt der Technischen Universität Darmstadt "CompuGene - Computergestützte Verfahren zur Generierung komplexer genetischer Schaltkreise" beschäftigt sich mit der Einbringung genetischer Schaltkreise in biologische Systeme, um deren Eigenschaften gezielt zu verändern. Hierfür stellt die Landesregierung eine Auslauffinanzierung von rund 812.000 Euro bereit.

Sensoren im Nano-Maßstab

Den Darmstädter ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkt "iNAPO - Ionenleitende Nanoporen", der sich mit der Herstellung robuster und dennoch zuverlässiger und sensitiver Sensoren im Nano-Maßstab beschäftigt, unterstützt die Landesregierung mit einer Auslauffinanzierung von rund 718.000 Euro.

Frankfurter erforschen prähistorische Konfliktforschung

Das geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsprojekt "Prähistorische Konfliktforschung - Burgen der Bronzezeit zwischen Taunus und Karpaten" der Goethe-Universität Frankfurt erforscht den Zusammenhang von Herausbildung und Struktur neuartiger politischer Mächte mit der Entstehung neuer Formen militärischer Gewalt. Hierfür erhält der Verbund eine Auslauffinanzierung von rund 722.000 Euro.

Was ist LOEWE?

Die Abkürzung LOEWE steht für "Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz". Das Programm ist neben dem Hochschulpakt und dem Bauprogramm HEUREKA die dritte Säule der Hochschulförderung in Hessen. Seit 2008 wurden insgesamt 14 LOEWE-Zentren und 54 Schwerpunkte zur Förderung ausgewählt sowie 283 KMU-Verbünde - Projekte unter Beteiligung kleiner und mittlerer hessischer Unternehmen - gefördert. Weitere Informationen stehen auf loewe.hessen.de zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 29. November 2018