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3.5.2018

Fast 1,1 Millionen Euro Landesmittel für Demonstrationsvorhaben zu Smart Grids

Baden-Württemberg

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat zwei Zuwendungen in Höhe von insgesamt mehr als 515.000 Euro für Projekte aus dem Förderprogramm "Demonstrationsvorhaben Smart Grids und Speicher" bewilligt. Am 7. Mai sollen für zwei weitere Projekte Förderbescheide über zusammen knapp 575.000 Euro ausgehändigt werden.

Mit dem Förderprogramm will die Landesregierung Unternehmen animieren, neue Komponenten für Smart Grids zu entwickeln und über Forschung und Entwicklung hinaus konkrete Einsatzmöglichkeiten der smarten Netze zu demonstrieren.

Knapp 389.000 Euro stellt das Umweltministerium dem Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik an der Universität Stuttgart zur Verfügung. In dessen Projekt "FELSEN" soll untersucht werden, inwiefern Logistikzentren dazu geeignet sind, Flexibilität für die Stromnetze bereitzustellen, erneuerbare Energien einzusetzen und Elektromobilität einzubinden. Über eine Partnerschaft mit dem Intralogistik-Netzwerk Baden-Württemberg können die aus dem Projekt gewonnen Erkenntnisse in der Branche verbreitet werden.

Rund 126.500 Euro erhält das Projekt "SoLAR", das aufzeigen soll, wie eine hohe Einspeisung fluktuierender erneuerbarer Energien dezentral geregelt werden kann, ohne das Netz verstärken oder ausbauen zu müssen. Die Stadtwerke Radolfzell GmbH wird dabei gemeinsam mit dem Europäischen Institut für Energieforschung EIFER und dem International Solar Energy Research Center Konstanz e. V.in einer Machbarkeitsstudie ein Regelungsverfahren ohne Lastgangmessung simulieren.

Weitere Zuwendungsverträge am 7. Mai

Im Projekt "PV2WP" wollen die Hochschule Offenburg, das Institut für Energiesystemtechnik (INES) und das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg die Steuerung von Wärmepumpen, die gemeinsam mit Photovoltaikanlagen betrieben werden, optimieren. Ziel des Projektes ist es, die Wärmepumpen durch prädiktive Algorithmen und Kurzfristvorhersagen der PV-Erzeugung mithilfe von Wolkenkameras so zu steuern, dass sie die Verteilnetze wenig belasten oder sogar unterstützen. Das Umweltministerium fördert das Projekt mit knapp 363.500 Euro.

Eine Zuwendung in Höhe von 210.500 Euro erhält das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH für das Projekt "Local System Services". Dieses Projekt befasst sich mit den Möglichkeiten für ein marktwirtschaftliches Angebot von Systemdienstleistungen auf der Ebene der Verteilnetze. Dabei soll unter anderem berechnet werden, wie sich das Kundenverhalten auf den Netzzustand auswirkt und wie eine Verhaltensänderung zusätzliche Flexibilität für die Stromnetze bereitstellen könnte, um so Netzengpässe zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren.

Weitere Informationen auf den Internetseiten des Landesministeriums: Smart Grids

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg vom 2. Mai 2018