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3.11.2017

Drittes Quartal 2017: KfW-Förderung auf hohem Niveau

Bund

Die KfW Bankengruppe hat in den ersten neun Monaten 2017 ein Fördervolumen von insgesamt 54,7 Mrd. EUR (Vorjahreszeitraum 54,6 Mrd. EUR) ausgereicht. Die inländische Förderung erzielt zum dritten Quartal ein Zusagevolumen von 41,1 Mrd. EUR und kann damit den hohen Wert des Vorjahres noch leicht übertreffen (40,8 Mrd. EUR, +1%). Insbesondere die starke Nachfrage nach gewerblichen Förderkrediten sowie das anhaltend starke Interesse an Immobilienfinanzierungen haben dazu beigetragen. Das Geschäftsvolumen der internationalen Finanzierungen liegt leicht unter dem Vorjahresniveau von 12,9 Mrd. EUR (13,2 Mrd. EUR, -2 %). Die Zusagen des Geschäftsbereichs KfW Entwicklungsbank bewegen sich mit 3,3 Mrd. EUR unter dem Vorjahreswert (3,8 Mrd. EUR, -13%). In 2016 trugen hohe Einzelzusagen zum starken Vorjahresvolumen dieses Geschäftsbereichs bei. Für das Gesamtjahr 2017 wird jedoch wieder ein ähnlich hohes Finanzierungsvolumen erwartet. Positiv entwickelte sich das Geschäftsvolumen der KfW IPEX-Bank und stieg leicht auf 8,8 Mrd. EUR (8,6 Mrd. EUR, +2%). Die DEG sagte wie im Vorjahr 0,7 Mrd. EUR (0,7 Mrd. EUR) an Finanzierungen zu.

Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

Mit einem Fördervolumen von 17,3 Mrd. EUR liegt die Mittelstandsbank per 30. September 2017 deutlich über dem Vorjahresniveau (15,3 Mrd. EUR). Die anhaltend robuste konjunkturelle Lage sowie die außerordentlich positive Geschäftslage im deutschen Mittelstand führten weiterhin zu einer hohen Nachfrage nach gewerblichen Förderkrediten.

Der Förderschwerpunkt Gründung und allgemeine Unternehmensfinanzierung liegt mit Zusagen in Höhe von 7,9 Mrd. EUR weit über dem Vorjahresniveau (7,1 Mrd. EUR). Besonders erfreulich entwickelte sich die Gründungsfinanzierung (2,7 Mrd. EUR), die den bereits starken Vorjahreswert übertreffen konnte (2,5 Mrd. EUR).

Der Bereich Innovation verzeichnet mit einem Fördervolumen von 1,0 Mrd. (0,4 Mrd. EUR) eine deutlich stärkere Nachfrage als im Vorjahr. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem positiven Ergebnis leistete das im Juli eingeführte ERP-Digitalisierungs- und Innovationsprogramm.

Der Förderschwerpunkt Umwelt erzielt mit einem Fördervolumen von 8,5 Mrd. EUR (7,8 Mrd. EUR) einen kräftigen Zuwachs und übertrifft nochmals das bereits sehr starke Vorjahr. Die Nachfrage im Programm Erneuerbare Energien entwickelte sich mit einem Zusagevolumen von 3,5 Mrd. EUR (3,1 Mrd. EUR) besonders erfreulich. Auch in den Förderprogrammen für Energieeffizienzvorhaben im Gewerbesektor konnte mit 4,4 Mrd. EUR (3,9 Mrd. EUR) das starke Vorjahresniveau übertroffen werden.

Die Kommunal- und Privatkundenbank / Kreditinstitute erzielt zum dritten Quartal ein Fördervolumen von 23,8 Mrd. EUR (25,4 Mrd. EUR).

Einen großen Beitrag leistet hierzu der Förderschwerpunkt Wohnen mit einem Zusagevolumen von 15,5 Mrd. EUR (15,2 Mrd. EUR). Die guten Rahmenbedingungen durch die anhaltend robuste Baukonjunktur und das günstige Zinsumfeld sorgen weiterhin für ein hohes Interesse. Besonders nachgefragt sind die Programme Energieeffizient Bauen und Sanieren mit einem Zusagevolumen von 11,7 Mrd. EUR (11,1 Mrd. EUR).

Mit einem Fördervolumen von 2,9 Mrd. EUR (3,3 Mrd. EUR) erzielt die Infrastrukturfinanzierung in den Kernprogrammen einen stabilen Beitrag. Der Volumenrückgang geht ausschließlich auf die inzwischen ausgelaufene Sonderfazilität "Flüchtlingsunterkünfte" zurück. Dagegen hat der Anteil der kommunalen Umwelt- und Klimaschutzförderung nochmals zugenommen und ist auf 0,9 Mrd. EUR (0,6 Mrd. EUR) gestiegen.

Ein Zusagevolumen über 1,6 Mrd. EUR verbucht der Förderschwerpunkt Bildung und Soziales und erreicht damit wieder das Vorjahresniveau.

Mit Zusagen über 3,0 Mrd. EUR (3,5 Mrd. EUR) ist die Nachfrage in der Allgemeinen Refinanzierung für Landesförderinstitute rückläufig. In der Individualfinanzierung Banken setzt sich mit einem Volumen von 0,7 Mrd. EUR (1,8 Mrd. EUR) die im Jahresvergleich rückläufige Zusageentwicklung fort.

Im Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung, das durch die KfW IPEX-Bank verantwortet wird, wurde Neugeschäft in Höhe von 8,8 Mrd. EUR zugesagt. Das Volumen der Neuzusagen liegt damit leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraumes (8,6 Mrd. EUR). Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Geschäftssparten Energie und Umwelt mit 1,6 Mrd. EUR (2,1 Mrd. EUR), Industrie und Services mit 1,5 Mrd. EUR (0,9 Mrd. EUR) sowie Grundstoffindustrie mit 1,3 Mrd. EUR (0,9 Mrd. EUR).

Das Zusagevolumen im Geschäftsfeld Förderung der Entwicklungs- und Schwellenländer liegt bei 4,0 Mrd. EUR (4,5 Mrd. EUR). Zum dritten Quartal 2017 hat der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank 3,3 Mrd. EUR für Projekte und Programme zugesagt und liegt damit leicht unter dem Vorjahreswert (3,8 Mrd. EUR). Es zeichnet sich aber ab, dass das Zusagevolumen für das Gesamtjahr ähnlich hoch werden wird wie im Vorjahr. Zum dritten Quartal 2017 gingen mehr als drei Viertel der Haushaltsmittel und knapp die Hälfte der Gesamtzusagen an Länder in Afrika und dem Nahen Osten. Die DEG konnte zum 30. September 2017 für Investitionen der Privatwirtschaft in Entwicklungs- und Schwellenländern 732 Mio. EUR zusagen (736 Mio. EUR). Besonders erfreulich entwickelten sich die Zusagen für den Industriesektor, die mit 223 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert lagen (170 Mio. EUR). Damit werden Investitionen etwa von Logistikunternehmen oder Verpackungsherstellern finanziert.

Quelle: Pressemitteilung der KfW Bankengruppe vom 2. November 2017


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