Direktlink:
Inhalt; Accesskey: 2 | Hauptnavigation; Accesskey: 3 | Servicenavigation; Accesskey: 4
13.7.2017

Neue Regionalmanagement-Richtlinie - Erhöhung der Maximalförderung auf 150.000 Euro und Verdoppelung des Förderzeitraums

Bayern

Das bayerische Finanz- und Heimatministerium baut die Förderung für Regional- und Konversionsmanagements aus. Mit der neuen Förderrichtlinie Landesentwicklung soll der maximale Förderzeitraum für erfolgreiche Initiativen auf sechs Jahre vordoppelt werden. Jedem Regional- und Konversionsmanagement stehe ein Förderbetrag in Höhe von 100.000 Euro pro Förderjahr zu Verfügung. Mehrheitlich im Raum mit besonderem Handlungsbedarf (RmbH) liegende Regionalmanagements, Kooperationen von mehr als zwei Landkreisen sowie Regionen, die besonders von der Konversion betroffen sind, erhalten pro Förderjahr einen Zuschlag von bis zu 50.000 Euro, kündigte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder anlässlich der Vorstellung der neuen Förderrichtlinie an. Die neue Förderrichtlinie Landesentwicklung startet zum 1. Oktober 2017.

Wie bei der aktuellen Förderrichtlinie Regionalmanagement sind für die geförderten Projekte aus den Handlungsfeldern Demografischer Wandel, Wettbewerbsfähigkeit, Siedlungsentwicklung, Regionale Identität und Klimawandel maximale Fördersätze von 90% der zuwendungsfähigen Ausgaben möglich. Mit der neuen Förderrichtlinie Landesentwicklung werden die finanziellen Mittel für die Arbeit im Raum mit besonderem Handlungsbedarf (RmbH) erhöht und Anreize für Kooperationen gesetzt. Zudem wird der Förderzeitraum verdoppelt. Nach drei Jahren werden Zielerreichung und Entwicklungsstand der geförderten Projekte evaluiert und über die Fortführung der Unterstützung für weitere drei Jahre entschieden.

Mit dem Regionalmanagement sollen die Qualität der Lebensräume gesteigert und gleiche Chancen für Metropolen und den ländlichen Raum geschaffen werden. Die Regionalmanagements holen Partner aus der Region ins Boot und nutzen regionale Netzwerke für die Umsetzung der Projekte. Im Jahr 2016 haben Regionalmanagements zusätzliche 12,5 Millionen Euro aus anderen Fördertöpfen akquiriert. Damit hat jeder Euro, der in das Regionalmanagement investiert wurde, weitere drei Euro für die Regionen eingebracht, hob Söder hervor.

Seit Anfang 2015 unterstützt der Freistaat Bayern mit der Förderrichtlinie Regionalmanagement regionale Initiativen bei der Umsetzung von Projekten in Zukunftsthemen der Landesentwicklung. Mittlerweile sind 64 Regionalmanagements in ganz Bayern eingerichtet. In diese hat der Freistaat Bayern bislang rund 39 Millionen Euro investiert. Im Bereich Konversion fördert der Freistaat Bayern die Aufstellung spezieller Standortentwicklungskonzepte, die Einrichtung von Konversionsmanagements und seit 2015 zusätzlich konkrete Umsetzungsprojekte. Für insgesamt sieben Initiativen hat der Freistaat Bayern bislang rund 5,8 Millionen Euro ausgegeben. Die Servicestelle Bayern Regional am Heimatministerium wird die Initiativen auch im Hinblick auf die Fördermöglichkeiten der neuen Förderrichtlinie Landesentwicklung beraten und bei der Umsetzung der Projekte begleiten.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat vom 12. Juli 2017