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13.4.2017

Startschuss für landesweites Förderprogramm Wohnungsbau BW 2017

Baden-Württemberg

Am 3. April 2017 ist das neue Förderprogramm Wohnungsbau BW 2017 gestartet. Es folgt dem Landeswohnraumförderungsprogramm 2015/2016. Erstmals wird damit in Baden-Württemberg ein landesweites Förderprogramm für den Wohnungsbau auf den Weg gebracht. Es führt die Förderung von Mietwohnraum, die Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum, die Förderung für die Modernisierung bei Wohnungseigentümergemeinschaften und die Förderung für den Erwerb von Genossenschaftsanteilen zusammen und integriert das bisherige Förderprogramm Wohnraum für Flüchtlinge. Das neue Programm Wohnungsbau BW 2017 umfasst damit alle wohnberechtigten Haushalte einschließlich der von Geflüchteten mit Bleiberecht beziehungsweise gesicherter Bleibeperspektive.

Die neu gestaltete Förderung schafft die Voraussetzungen dafür, dass deutlich mehr Menschen in Baden-Württemberg von bezahlbarem Wohnraum profitieren können. Das Gesamtvolumen der landesweiten Wohnraumförderung steigt auf 250 Millionen Euro für das Restjahr 2017. Davon sind allein über 180 Millionen Euro für die soziale Mietwohnraumförderung und mehr als 62 Millionen Euro für die Förderung selbstgenutzten Wohneigentums eingeplant.

Die soziale Mietwohnraumförderung greift künftig in ganz Baden-Württemberg. Die bisherige Orientierung an bestimmten Bedarfszentren fällt damit weg. Wie bisher hängt die Subventionshöhe von der Bindungsdauer ab. Die Antragsteller können jetzt zwischen Miet- und Belegungsbindungen von 10 bis zu 30 Jahren wählen. Neu ist auch, dass Antragsteller in der sozialen Mietwohnraumförderung alternativ erstmals einen Vollzuschuss beantragen können. Zudem steigen die Einkommensgrenzen bei den berechtigten Familien auf ein maximales Bruttojahreseinkommen von 65.600 Euro (bei einer Familie mit zwei Kindern). Zum berechtigten Personenkreis gehören nunmehr ebenso Migranten, sofern sie über ein Bleiberecht beziehungsweise eine gesicherte Bleibeperspektive verfügen.

Bei der Förderung von selbstgenutztem Eigentum, dem Z15-Darlehen, gibt es ebenfalls einige Neuerungen. Die Förderung richtet sich wie gehabt an Paare, an Alleinerziehende mit mindestens einem Kind sowie schwerbehinderte Menschen mit speziellen Wohnbedürfnissen, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Diese liegt zum Beispiel bei Paaren mit zwei Kindern künftig bei einem Bruttojahreseinkommen von 75.000 Euro, statt wie bisher bei rund 66.500 Euro. Förderfähig sind der Bau und der Erwerb neuen Wohnraums, Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen, der altersgerechte Umbau und auch der Erwerb bestehenden Wohnraums. Je nach Maßnahme sind ergänzende Fördervoraussetzungen zu beachten. Die Zinsverbilligung gilt künftig 15 Jahre, statt wie bisher 10. Zudem entfällt die Staffelung nach Gebiets-kategorien, die Familien in ländlichen Regionen bisher eine geringere Unterstützung geboten hat. Um die Attraktivität der Mitfinanzierung für Hausbanken zu erhöhen, werden gleichzeitig die Darlehens-höchstbeträge reduziert. Bei einem Paar mit zwei Kindern liegt dieser künftig bei 240.000 Euro.

Mehr Informationen zu den Fördermöglichkeiten der L-Bank im Internet unter https://www.l-bank.de/wohnen.

Quelle: Pressemitteilung der L-Bank Baden-Württemberg  vom 7. April 2017